Dienstag, 1. August 2017

[Let us talk about…] Ich mach, worauf ich Bock habe…


Oder, wie Hobbies mich auf meinem Weg begleiten!


Ein wichtiger Ausgleich neben der Arbeit sind, meiner Ansicht nach, Hobbies! Dabei spielt es keine Rolle, aus was das Hobby besteht. Es sollte dabei nur darum gehen, dass man sich entspannen und den Alltag für einen Moment hinter sich lassen kann. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie er die am besten erreicht.

Auch ich habe einige Dinge, mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftige: Fotografie und Bücher nehmen einen grossen Teil dieser Zeit in Anspruch. Aber auch Konzerte, Photoshop (seit Neustem), Schreiben (selbst wenn dieser Punkt leider nicht so funktioniert, wie ich möchte) und mit Freunden weggehen gehört zu meinem Leben. Nicht zu vergessen: Meine beiden Stubentiger, die ich nicht mehr missen möchte!

Wieso schreibe ich das? Das hat einen simplen Grund: Bevor ich mich in Therapie begeben hatte, konnte ich mich über Wochen, ja Monate nicht aufraffen, etwas zu machen. Wenn ich nicht arbeiten oder einkaufen musste, sass ich zu 98 % zu Hause und habe mich mit Fernsehen beschäftigt… Oder habe geschlafen. Ich hatte einfach keine Energie, keinen Antrieb und damit keine Motivation, etwas zu unternehmen. Einzig meine Stubentiger haben die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen (sie hätten sich sonst auf jeden Fall lauthals beschwert).
Für mich war diese Zeit unheimlich schwer, da besonders das Fotografieren und meine Bücher immer einen Ausgleich zu meinem stressigen Berufsalltag geschaffen haben. Mich weder für das eine, noch das andere begeistern zu können, hat mich noch tiefer in meiner Spirale runtergezogen. Ziemlich doof und kontraproduktiv, doch ich hatte keine Ahnung, was ich dagegen machen sollte.

Nachdem ich die Therapie gestartet habe, ging es mir nach und nach besser. In den ersten 2-3 Wochen (von 7, die ich zu Hause war), in denen ich nicht arbeiten konnte, war weiterhin nichts mit mir anzufangen. Selbst wenn ich etwas tun wollte… es ging einfach nicht… Als ich die ersten kleinen Schritte in Richtung Besserung gemacht habe, hatte ich wieder mehr Lust, etwas zu unternehmen.

Ich find wieder an zu lesen und ich fand sogar die Lust, ein paar Mal mit der Kamera unterwegs zu sein. Das hat sich unheimlich gut angefühlt! Es war kein Zwang dahinter, es war… Freiheit! Eine Leichtigkeit steckte dahinter, die ich schon lange nicht mehr gefühlt hatte. Die Erleichterung, dass die Zeit des Müssigganges endlich vorbei war und ich die Lethargie nicht länger ertragen musste, war unbeschreiblich gross.
Durch meine Liebe zu Büchern, habe ich vor ca. 3 Jahren einen Buchblog angefangen. An diesem wollte ich mehr arbeiten, als ich schliesslich getan habe – aber es ist okay. Ich hatte keine Lust, also habe ich nichts geschrieben.

Und das wollte ich eigentlich mitteilen: Ich mache nur noch das, worauf ich auch Lust habe! Egal wie gerne ich andere Dinge mache, wenn ich die Motivation dazu nicht habe, lasse ich es eben bleiben. Genau wie mit diesem Blog… Ich hätte schon mehr Beiträge veröffentlichen wollen, doch ich konnte mich nicht aufraffen, sie zu schreiben; mein Notizbuch ist dennoch schon ordentlich gefüllt, denn ich werde die meisten Beiträge zuerst von Hand schreiben. Es fällt mir einfach leichter, als wenn ich mich an den Rechner setze und anfange zu tippen. Bei dem Beitrag, den ihr gerade lest, schreibe ich aber einfach darauf los und es klappt ganz gut :)

 
Lesen ist wieder ein Teil von meinem Leben, auch wenn ich nicht so viele Bücher verschlinge, wie ich gerne möchte. Das ist okay, denn ich lasse mir Zeit. Die Leselust wird wiederkommen und dann sind die Bücher nicht mehr vor mir sicher.
Das Fotografieren fällt mir aktuell immer noch schwer; ich habe ein Fotoshooting mit meiner besten Freundin geplant, in dem ich ihren selbst designten Schmuck zur Geltung bringen soll. Wir hatten den Termin schon einmal, aber ich konnte mich an jenem Tag einfach nicht zum Fotografieren aufraffen. Zum Glück verstand sie das und nun ist ein neuer Termin angesagt.

Aktuell bin ich im Photoshop-Fieber! Ich habe mir das Programm während meiner Krankschreibung geholt, da ich einen neuen Rechner habe und mir daher ein Bearbeitungsprogramm fehlte. Und was soll ich sagen? Es macht mir unheimlich viel Spass, Banner und ähnliches zu erstellen. Ich lerne jeden Tag etwas Neues und ich könnte stundenlang vor dem Rechner sitzen und mich mit dem Programm beschäftigen.

Ich werde auch in Zukunft nur noch das machen, worauf ich Lust habe; wenn das einen Tag vor dem Fernseher oder hinter dem Rechner ist, dann ist das so. Hauptsache ich fühle keinen Druck und mir geht es gut dabei. Denn genau darum soll es gehen: Man soll bei den Dingen glücklich sein, die man macht.


 Wie seht ihr das? Wie wichtig ist euch der Ausgleich im Alltag? Was macht ihr, um euer Gleichgewicht zu finden? Was hat euch während eurer Krankheit geholfen? Was hilft euch heute?

Ich würde mich über einen regen Austausch sehr freuen.

Eure Proserpina

Kommentare:

  1. Du hast vollkommen Recht, Ablenkung ist notwendig! Ich finde es toll, dass Du Dich so intensiv mit Photoshop beschäftigst und freue mich schon, die Ergebnisse Deiner Arbeit zu sehen.
    Ich selbst hatte lange mit diversen Erkrankungen zu tun und bin von einem Arzt zum anderen gerannt. Dabei lag die richtige "Medizin" auf dem Weg und ich habe sie nicht entdeckt. Seit ich mich mit Naturheilkunde befasse, geht es mir körperlich wesentlich besser und zudem habe ich viel gelernt. Dinge, die der Arzt nicht verrät.
    Alles Liebe!
    Vero

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    1. Liebe Vero

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ich werde wohl einen Post dazu machen in naher Zukunft - in welcher Art und Weise steht noch in den Sternen ;) Mir wird sicher etwas passendes einfallen :)
      Ich freue mich für dich, dass du einen Weg gefunden hast, der für dich stimmt und vor allem: Der dir hilft! Ja, die lieben Ärzte... Die sind eine Sache für sich... Ich hatte bisher Glück - ich kenne in meinem Umfeld auch eine Menge Menschen, die ähnlich Erfahrungen gemacht haben wie du. Auch dir alles Liebe und Gute für die weitere Zukunft :)

      Liebe Grüsse
      Proserpina

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